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väterlichen Hanse zu La Sarraz. Ich gestehe es, Sie waren mirlieb, recht lieb, wie Sie es mir noch heute sind. Aber ich glaubtean keine Leidenschaft. Indessen ward ich bestraft. Wie mein Mannhier, der Wildfang, erschien, wußte ich, was Leidenschaft undLiebe sei. Ich kann nun nicht sagen, wie cs kam, daß ich binnenwenige» Tagen und Stunden vertranter gegen ihn geworden bin,als ich es vorher gegen Männer und Frauenzimmer in Jahrennicht werden konnte. Er erfuhr mein trauriges Verhältnis!. Erschlug mir Flucht vor. In meiner verzweifelten Lage, und da ichsuhlte, ohne Cugny nicht leben zu können, willigte ich in Alles.WaS nöthig war, wurde verabredet. Er ging nach Mailand. Wirschriebe» uns einander heimlich. Ich machte meine Aeltern, mei-nen Bräutigam sicher, und schickte meine Kostbarkeiten nach Baselvoran, sobald mir Cugny seine Rückkunft meldete. Tag und Stundeund Ort wurden bestimmt, wo wir zusammentrcffen wollten. Ichvertraute mich Ihnen. Ich entkam glücklich.
„Weil ich gewiß wußte, daß Cugny meiner schon in der Nahewartete, drang ich darauf, wenn Sic sich dessen erinnern, im elendenWirthShause zu bleiben, wo wir übernachteten. Kaum glaubte ich,das Alles schlafe, machte ich mich auf, und ging, so müde ichwar, znm Flecken hinaus, die Straße nach dem Städtchen, wo-hin Sie mich noch an demselben Abend hatten bringen wollen.Aber ich wußte, daß Cugny schon dort war, daß er von dort hermir um Mitternacht entgegen gehen wolle. — In der That, ichwar noch keine Viertelstunde gegangen, traf ich auf ihn. Seinleichter Wagen stand am Eingang eines Gehölzes. Ich war un-beschreiblich glücklich. Wir fuhren davon. Kein Hindcrniß, keinVerrath traf uns. Er brachte mich nach Brüssel. Dort ward ichsein Weib. Und mein Erstes war, Ihnen Alles zu schreiben,und mir Ihre Verzeihung zu erflehe», da ich Ihre Großmuth sograusam mißbraucht hatte. Wir erhielten aber nie Antwort."