Druckschrift 
8 (1851)
Entstehung
Seite
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Qlivicr eilte dem Regimcnte nach. Er erreichte de» Offizier.Es war >» der That Cngich. Hand in Hand begleitete er denFreund, bis das Regiment hielt und in die Quartiere entlasse»war. OlivierS und Cugny'S Freude war grenzenlos. Inzwischenwaren noch Dienstsachen abzuthun. Man schied auf baldiges Wieder-sehen. Olioier rüstete ein Freudcnmahl in seiner Wohnung.

Gegen Abend ward gepocht. Helena trat in Olim'crs Zim-mer; Cugny folgte ihr. Qlivicr stand sprachlos da. Cugnp undHelena umarmten ihn abwechselnd.

Wie kommen Sic nach Wien?" fragte er endlich Helenen.

Mit meinem Manne," antwortete stc;sollte ich ihn ver-lassen?"

Ihr beide seid vermählt?" rief Qlivicr außer sich.

Seit zehn Zähren. Wissen Sie das nicht? Habe» Sie dennkeinen meiner Briefe erhalten?" fragte Helena entgegen.

Keine Silbe. Aber ihr beide vermählt? Wie ist das möglich?Ich glaube, ich träume."

Und wir," sagte Helena,wir glaubten, weil Sie uns keinerAntwort würdigte», Sic wären voll unversöhnlichen Zorns gegenuns, und besonders gegen mich. Also, lieber Qlivicr, Sie wissengar nichts? So muß ich, was ich mit Thränen schriftlich vergebensgethan, noch einmal thun, mündlich, und um Ihre Verzeihungbitten. Nicht so, lieber Freund, Sie verzeihen mir?" Mitdiese» Worten schloß ihn das reizende Weib in ihre Arme undküßte ihn herzlich.

Wer hätte da nicht gern auch Todsünden vergeben? Nur wußteQlivicr nicht, was er zu verzeihen hatte. Doch nachdem die erstenFragen, Antworten, Umarmungen und Aufwallungen vorüber waren,und man ruhiger beisammcnsaß, klärte sich Alles auf. Helena er-zählte ihre Geschichte ungefähr folgendermaßen:

Sie erinnern sich, guter Qlivicr, meines Verhältnisses im