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8 (1851)
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Stände, unzufrieden mit der österreichischen Negierung, leistetenschwache Gegenwehr. Ihr Aufgebot betrug kaum zwanzigiauscndMann, und stärker war auch das kaiserliche Heer nicht, welchesKaiser Leopold, unter Anführung des trefflichen Feldherr» Mon-teencnli, damit vereinigen konnte. Kein Wunder, daß Türkenund Tataren bis Preßbnrg und Mähren drangen, und bei vier-zigtausend Mann Christen in die Sklaverei schleppten. Der Kaiser,in großer Noth, rief das deutsche Reich, ries den Papst, riefFrankreich z» Hilfe. Sie ward ihm aber nur sehr mäßig. VonFrankreich kamen nnr sechstausend Man»; was das deutsche Reichmitbrachte, betrug kaum fünfzigtansend.

Olivier hatte sich bei vielen Gelegenheiten während des erstenFelozugcS in diesem Kriege rühmlich ausgezeichnet. Bei einemGefechte fehlte wenig, er wäre in türkische Gefangenschaft ge-rochen. Doch hieben ihn seine Soldaten frei; er kam mit einerschweren Wunde davon, derctwillen er nach Wien zurnckgeschicktwurde.

N.

Seine Genesung war nach einigen Monaten vollendet, und erwieder bereit, auf seinen Posten zu gehen, als ihn das unerwar-tetste Abenteuer länger in Wien fcsthiclt. Er hörte eines Tagesans der Straße Trompeten, und trat ans Fenster. Ein französi-sches Regiment zog durch. Ihm schwanden fast die Sinne, als erin der Nähe des französischen Generals einen Offizier reiten sah,der kein Anderer als Cngny sein konnte.

Cngny! Cngny!" schrie er, und breitete seine Arme nach derStraße hinab ans.

Der Ofsizier sah herauf zu ihm, schien bestürzt, lächelte, grüßtemit dem Degen und ritt vorbei, sah sich mehrmals um und winkte.