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8 (1851)
Entstehung
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bildung vor. Es schwand auch wie Einbilvung, besonders da Jahreund Tage vorübergingen, ohne daß er durch Freunde iu seinerHeimath, denen er anfangs oft genug schrieb, weitere Ausschlüsseüber das räthsclhafte Schicksal HelenenS empfing. Er hatte dasMädchen wirklich leidenschaftlich geliebt, und dachte auch nachJahren noch nicht ohne innere Bewegung an dasselbe. Allein derJüngling reifte unter der Zeit zum Mau», und da sieht man dochdie Schwärmereien des Jünglingsherzens mit andern Augen au.Inzwischen war doch eine Wirkung jener Tage die geblieben, daßer kein Mädchen in der Welt mehr so schön, so liebenswürdigfand, wie Helena gewesen.

Er, besonders da nach einigen Jahren seine Aeltern gestorbenwaren, dachte wenig mehr noch La Sarraz zurück. An Heimwehwar, wegen Aspcrlin's und HelenenS Verwandten und ihrer »n-verloschencn Rache, nicht z» denken. Also war der Entschluß leichtgenommen, zeitlebens KriegSmann, und als solcher auch Hagestolzzu bleiben.

So verstrichen zehn Jahre, ohne alle Merkwürdigkeit für unsereLeser, vielleicht auch für Olivier; und er blieb dem Entschlüsseehrlich getreu. Zwar lächelte ihn wohl manche Schone bedeutsamgenug an, denn er war auch in seinem sechsunddrcißigsten Jahreein schöner Mann, der wohl ein zartes Herz rühren konnte. Alleinnun gab er den Gedanken an irgend eine Liebschaft oder Vermäh-lung gänzlich auf. Cr weihte sich ganz dem Kriegsdienste, unddas Angenehmste, was ihm widerfahren konnte, war Ankündigungeines neuen Feldzuges.

Daran ließe» es die Unruhen Siebenbürgens und Ungarns, unddie Vergrvßcrungssucht der Türken nicht fehlen. Kaiser Leopoldhatte beständig Händel mit diesen. Im Jahr 1663 fiel der tapfereund kluge Großwcsstr Nehmet Kiuperli an der Spitze von hun-dert und vierzigtausend Mann in Ungar» ein. Die ungarischen