Druckschrift 
8 (1851)
Entstehung
Seite
35
Einzelbild herunterladen
 

Lüge nicht in der letzten Stunde!" crwicderte Olivier:Sagemir, wo ist Helena?"

Das weißt du besser, als ich. He, Leute, kommt mir zuHilfe!"

Olivier fragte Asperlin'S Begleiter Mann um Mann. Jedersagte, stc wären mit ihrem Herrn aus, das Fräulein zu suchen:man habe Olivier im Verdacht, daß er sie entführt habe.

Nun sah er wohl, daß Asperlin an Hclenens Wicdcrentführungunschuldig sei. Er warf sich aufs Roß, winkte seinen Knechten,und jagte davon, den Weg zurück, den er gekommen. Abendserreichte er das WirthShauS wieder, wo er die Geliebte verlorenhatte. Da wußte noch immer Niemand, wohin das Fräulein ge-rathcn sei. Man hatte die sorgfältigsten Nachfragen und Forschun-gen angcstellt. Im ganzen Flecken war die Geschichte bekanntgeworden, und Jedermann im Ort hatte, aus eigener Neugiergetrieben, gespäht, gesucht, einander anSgcfragt.

Die Sache blieb dem armen Olivier unerklärlich, und Helenafür ihn verloren. Seines Bleibens war nach allem Vorgesallencnnun in dieser Gegend nicht länger mehr. Er mußte in Eile dieSchweiz verlassen, weil er voraussah, nach Entführung HelenenS,und Erlegung des Herr» von Bavois im Zweikampf, würden alleGerichte und Obrigkeiten auf ihn Jagd machen lassen. Er schieddaher schon früh Morgens aus dem Unglückshausc, eilte über denRhein hinaus nach Deutschland, und reifete zu seinem Negimentczurück.

13 .

Alles, was Olivier während der Abwesenheit vom Regimenterlebt hatte, kam ihm, als er nun wieder in das ewige Einerleides Kriegsdienstes der Besatzungen eingetreten war, wie leere Ein-