z„ züchtige». Angckommcn in dessen Quartier, erfuhr er, Asperlinsei niit Urlaub in die Schweiz gereisct, aber erst am Morgen da-hin ausgebrochen. Schnell machte er sich aufs Nosi, ihn einzu-holen. Der Weg, den Asperlin eingeschlagc» hatte, war leichterfahren. Olivier sparte die Spornen nicht.
Mittags erreichte er ein Städtlciu. Vor dem Wirthshansc saher die Knechte und Rosse seines Feindes reisefertig und ihres Herrngewärtig. Er sprang vom Gaul, gab seinen ihn begleitenden Dienerneinige Aufträge, und so ins Haus. Man führte ihn ins Gastzimmer.
Da saß Herr non Asperli» wohlgcmnth am Tisch mit einen:andern jungen Offizier, bei rollen Weinbechern. Beide sprachenFranzösisch. Aspcrlin war eben im Begriff, dem Jüngling freund-lich über de» Tisch die Hand zu reichen und Abschied zu nehmen,als Olinler cintrat.
Dieser, ohne sich um den Fremden zu bekümmern, ging in kürze-ster Richtung gegen Asperlin, begrüßte ihn mit dem lakonischenGruße, der alles Vergangene und Nachfolgende erklären mußte:„Verleumder, Ehrcndicb!"— hob die Hand, und versetzte seinemLandsmann eine so gewaltige Maulschelle, daß dieser sammt den:Stuhl, ans dem er gesessen hatte, rücklings zu Boden siel, denTisch vor sich, mit den Beinen, hoch in die Luft hob, also, daßer, der Stuhl unter ihm, Tisch und Gaflmahl über ihm, mit ent-setzlichem Krachen zusammenstürztcn. Das ganze Hans erdröhnte,als wäre Erdbeben oder Weltuntergang. Olivier, wie er denEhrenmann unter den Trümmern aller seiner Freuden am Erd-boden liegen sah, konnte sich des Lachens nicht erwehren. Wirths-Icute, Knechte, Mägde liefen erschrocken zusammen. Asperlin ent-wickelte sich mühsam vom Tischtuch, Tisch und Speisewirrwarr;stand verblüfft ans, sah umher mit stiere» Augen; erkannte denOlivier, von dem der zermalmende Streich gekommen war; rief:„Bösewicht, das zahlst du mir mit deinen: Blute!" und ging eilig