Druckschrift 
8 (1851)
Entstehung
Seite
14
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von Asperlin wenig bekümmerten, war anch Olivier. Daher Ver-ursachte ihm Asperlin hinterrücks allen möglichen Verdruß, undschwor sogar, er wolle nicht ruhen, bis er vom Regiment verjagtwäre. Olivier achtete dergleichen Drohungen wenig.

Olivicr hatte einst, vielleicht bei übler Laune, in Gesellschaftanderer Kriegsgesellen, über die Langsamkeit der Ilnternchmnngcndes kaiserlichen Obcrfcldherrn geklagt; über Mangel an Gelegen-heit, sich anszeichnen zu können; am Ende über Ungerechtigkeitenbei BeförderungSfällcn im Heere, wo nur Geburt und Herkunft,hingegen Verdienste nichts gälten. Erhitzt durch Widerspruch ginger immer weiter, und behauptete zuletzt, es gehe vernünftiger undbilliger bei den Türken zu. Er wollte wetten, daß er sich binnendrei Jahren im Dienste des Großsultans zum Pascha von dreiRoßschweiscn emporschwingen wollte.

DaS erfuhr Asperlin. Er riß OlivierS Worte aus dem Zu-sammenhang, und hinterbrachte sie mit allerlei beigefügtcu Be-trachtungen und Folgenmachereien dem Obcrfeldhcrrn, in dessenGefolg er war, und bei dem er viel galt. Olivier wurde zurVerantwortung gezogen, und hatte wegen seines Trumpfs, Paschavon drei Roß schweifen zu werden, vielen Verdruß. Manchenannten ihn seit der Zeit wohl denPascha."

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Er nahm eS eben nicht übel; desto mehr aber, als sich unterden Hauptlenten seines Regiments die Sage verbreitete, er habesich im Städtchen seiner Hcimath durch nichts bemerkbar gemacht,als daß er Ziegen gehütet hätte.

Olivier kam endlich ans die Quelle dieser Sagen. Sie rührtenvon Keinem, als dem Herrn von Asperlin, her. In dem Augen-blick, da er darüber Gewißheit empfing, beschloß er den Lästerer