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8 (1851)
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williger bei verschiedenen Gelegenheiten so brav, oder vielmehr soverwegen betragen, daß er die Freude aller Soldaten geworden.Anfangs nannten sie ihn nur daS Milchgesicht, hintennach aberden kleinen Teufel.

Ich möchte hier gar nicht die bunte und wilde Kriegsgeschichtedes jungen Olivicr beschreiben, wie er bald in Böhmen, bald inSchlesien, bald in Baicrn übel Hausen half. Man kennt die un-gebundene MannSzncht aller Heere, auch der beste», in langen,anhaltenden Kriegen; man kennt die Ausschweifungen der KricgS-knechtc und Feldherren, mit welchen sic am Ende des dreißigjähri-gen Krieges ihre früher» Lorbeeren besudelte». Das muß man in-deß sagen, der junge Schweizer betrug sich mit altrittcrlichcmSinn überall; im Lager züchtig, mäßig, nüchtern; im Gefechtfröhlich und unerschrocken; streng gegen seine Untergebenen, vielstrenger noch gegen sich selbst: gegen seine Obern »oll blindenGehorsams.

Das half ihm im Dienst empor. Er ward in den Hauptstabdes Feldherrn gezogen, und blieb auch nach dem dreißigjährigenKriege im kaiserlichen Heere angcstellt. Unter dem Grafen vonHatzfeld machte er den Feldzug in Polen gegen die Schweden mit,und hier führte er, als Hanptmann, ein Geschwader schwerer Rei-terei. Mit allen seinen KricgSgcfährten lebte er in bester Ein-tracht. Zeder hielt den jungen, geistvollen Mann hoch. Nur eineinziger Offizier schien gegen ihn angcbornen Widerwillen zu haben,und daS war noch dazu ein Schweizer, ein Herr von Asperlinvon Naron, Sohn des Oberherrn zu Bavois.

Dieser, weil er kein anderes Verdienst hatte, als seine etwasvornehmere Herkunft, machte es, wie cs alle dergleichen Mensche»zu machen pflegen. Er warf sich in die Brust, prahlte viel, hieltAlles neben sich für Kleinigkeit, »nd haßte ohne Umstände Jeden,der sich um ihn nicht bekümmerte. Unter denen, die sich um Herrn