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Indessen war es für Olivier doch ein trauriger Winter. Denner hatte sich allzusehr au Cugnh gewöhnt, und der Freund mitdem zärtlichen, geistvolle» Geplauder fehlte ihn, überall. ZumGlück musitcn nach einigen Monaten schon die Vorbereitungen zurAbreise getroffen werden. Das brachte mancherlei Zerstreuungen.Es wurden Abschiedsbesuche in Roinainmotier, in Vcvah, in Nhonbei Verwandten und Freunden des väterlichen Hauses gemacht.Man rüstete das Gepäck, und mit Ostern ging cs nach Deutsch-land zur kaiserlichen Armee.
Die kleine Helena weinte jetzt eben so bitterlich wieder umihren Nachbar Olivier, wie sie im Herbst um Cugnh getrauerthatte. Aber Mädchen trösten sich bald, und Olivier, als er ein-mal durch die Schweiz gegangen, den Rhein hinter sich sah, deutscheLuft athmcte, Soldaten von allen Nationen, Feldlager und KricgS-lärmcn fand, vergaß Cugnh, La Sarraz, Helenen, Aeltcrn, Alles.
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Der junge Olivier fand seinen Oheim erst zu Wien, und die-ser nahm ihn mit sich lnS ungarische Lager bei Preßburg. Hierfochten die Kaiserlichen unter dem Befehl des Feldmarschalls Götzgegen Ragoezy von Siebenbürgen, der das halbe Ungarn ln Auf-stand gebracht und sich mit den Schweden vereinigt hatte, die dertapfere Helv Torstensohn führte. Es gab rauhe Tage, blutigeKöpfe. Olivier kam in die rechte Kriegsschule. Er lernte daswüste Lagerlebcn; Sengen, Brennen, Morden, Rauben war Ge-spräch nnd That jedes Tages. Der Oheim hatte wohl anfangsein wenig Mttlcidcn mit dein jungen Burschen; aber schon nachoem ersten Vierteljahr ließ er thn ohne anders, wie er es nannte,„Pulver riechen," nnd nach dem ersten Feldzüge wurde Olivierwirklich als Lieutenant angestellt, denn er hatte sich als Frei-