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deckte das getödtete Thier mit dürrem Laub, Reisern und Steinen,ging wieder z» seiner Heerde, und trieb sie Abends zur gewohn-ten Zeit Heini. Dann begab er sich ins väterliche Haus, legte,sobald es dunkel ward, seine Sonntagskleider an , machte aus demBesten, was er hatte, sein Bündel, und wandcrte davon.
Er ward schon am Abend vermißt, da der Eigenthümer derverlornen Ziege erschien und großen Lärmen machte. Aber weilder Bursche sich auch am folgenden Morgen nicht im Hause zeigteund überall vergebens gesucht ward, erhob sein alter Vater großesZammcrgcschrei.
Untröstlicher noch, als der Alte, waren Olivier und Helena,als sie die Nachricht von Cugnp'S Flucht vernahmen. Man konntesich nicht genug über HelencnS Schmerz um den Gcißbubeu ver-wundern, und Olivicr-S Thränen wurden von seinen Aeltern um-sonst verlacht oder gescholten.
Nach einigen Tagen empfing Olivier durch einen Bauer ausder Nachbarschaft von Nomainmotier einen Brief. Cngnh schriebihm das Schicksal der vom Wolf zerrissenen Ziege; dann, daß er,theils aus Furcht vor der Strafe, thctls aus Ekel gegen das Hir-tenlebcn, davongelaufen, um besseres Glück in der weiten Weltzu suchen.
„Fürchte dich nicht, Olivier!" schrieb Cugny: „Ich werde nichtverhungern. Ich habe arbeiten gelernt. Sag' es nur Helenen,sic solle sich nicht ängstigen; und meinem Vater sag' cs, ich wolleihn aus der Fremde noch unterstützen, wenn ich einmal etwas ver-dient habe. Dein Messer Hab' ich mit mir genommen. Ich willes zeitlebens aufbewahren. Es erinnert mich immer an dich. Viel-leicht finden wir uns im Kriege irgendwo wieder."
Olivier sprang närrisch vor Freude umher, laS allen Menschenden Brief von Engnh vor, und hatte sogar nichts dagegen, alsHelena das Papier laut weinend an ihre Brust drückte.