Druckschrift 
8 (1851)
Entstehung
Seite
9
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komme ich wieder zum Besuch nach La Sacra;. Da sollst du deinenAugen nicht trauen, wenn du mich siehst ei» Knebclbart einSchlachtschwcrt hier eine Narbe da eine Narbe. Du wirstmich kaum kennen."

Das glaub' ich, Olivier, und du mich noch weniger. Wasfragt denn der KricgSmann nach dem armen Ziegcnhirtc»? Ichweiß das wohl.

Pfui, Cugny, das ist schlecht von dir gesprochen! Sieh',Cugny, und wenn ich Feldmarschall wäre, und käme nach LaSarra; meine erste Frage wäre nach dir. Das schwör' ich dir;da hast du meine Hand darauf. Da hast du mein Taschenmessermit der Pcrlmntterschale zum Pfand darauf. Nimm hin; nimm'Szum Andenken."

Weißt du, Olivier, Freunde sollen sich keine Messer schenken?Man sagt, das zerschneide die Freundschaft. Aber ich glaub' esnicht. Ich nchm' es. Und wenn du mich einst nicht mehr kennenwillst, dann nchm' ich es wieder, und halt' es dir vor die Augenund sage: Olivier, unsere Freundschaft ist zerschnitten.

Dann wäre ich Werth, das Messer im Herzen zu haben. Nunaber freue dich mit mir. Denke, ich habe auch schon Plane fürdich gemacht."

Sage doch!

Wenn ich »ach einigen Jahren Hauptmann oder noch mehr bin,und nach La Sarraz komme, nehni' ich dich mit zur Armee."

Nein, ich will lieber im Frühjahr mit dir gehen und Sol-dat werden, Reiter, was es ist. Weil du vornehmer Leute Kindbist, macht man dich sogleich zum Lieutenant. Ich aber will tapfersein und durch meine KriegSthaten Lieutenant werden. Verlaßdich daraus, ich will.

Das geht nicht, Cugny. Du bist erst vierzehn Jahre alt,und viel zu jung. Du kannst die Muskete noch nicht tragen."