Druckschrift 
8 (1851)
Entstehung
Seite
8
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Sommer und Herbst, »nd bald sollte der Winter die Feldzüge aufimmer enden.

3.

Ehe aber noch der Winter kam, seizte sich Olioicr eines Tageszu Cngny, und sagte mit wichtiger Miene:Anno 1644 habenwir mit Geißen Krieg geführt; Anno 1645 aber wird'S Ernst.Denk' nur, Cngny, mein Vater hat diesen Morgen einen Briefvon meinem Oheim, dem Obersten bei der kaiserlichen Armee, be-kommen , und die Znsage, wenn ich im Frühling zur Armee komme,soll ich angestellt werden, als Untcrlieutenant. Ich bin !m Früh-jahr sechszehn Jahre alt, und mein Vater will mich nicht längerin La Sarraz lassen; er meint, hier würde ans mir nichts alsein Gcißhirt. Freust du dich nicht?"

Warum denn? sagie Cngny, und hing das Köpfchen.

Ei, daß ich Soldat, daß ich Lieutenant werde. Es ist Krieg.Ich bring' es da bald zum Hauptmann und Oberwachtmeister. Dusollst von mir hören! Ja, hören sollst dn Wunderdinge vonmir, das sag' ich dir."

Nun ja, Olivier, das glaub' ich. Es freut mich für dich,obgleich ich bitterlich weinen möchte. Denn bist du fort, bin ich ganzverlassen. Wen Hab' ich, wenn du, lieber Freund, mir fehlst?"

Ei, Cugny, es thut mir auch weh', dich zu verlassen. Alleindu hast ja doch künftigen Sommer »och Helenen. Das Mädchenhat viel Kopf. Du kannst ihr deine halbe Armee geben."

Was denkst du auch, Olivier? Ich führe mit keinem Mäd-chen Krieg. Ohnedem wird sie nicht mehr komme», wenn dn fortbist, und wird eine Stadtjnngfer werden, die sich um unsereinswenig bekümmert.

Sei nur ruhig, Cngny, und weine nicht. In ein paar Jahren