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und zitterte am ganzen Leib, und verstand nicht, was man mirsagte, so voll Verwirrung war ich.
Und es gereuete mich schier, das kecke Abenteuer eingegangenzu sein, obwohl ich freudig heimsprang, meine ritterlichen Kleidereinpackte, und mit meinem Roß in den Dienst des Domenico ging,wie in ein Himmelreich. Aber so oft ich Hermingarden sah, wardich sprachlos, und ich fürchtete, mich zu verrathen. Am folgendenTag, da ich zur Stiefmutter kam, von ihr Aufträge zu vernehmen,fand ich die Göttliche bei ihr im einfachen Morgenkleide und schleier-los. Und da mich Hermingarde erblickte, glühte ihr schönes Antlitzvon schamhafter Röthe; und die Heilige verbarg ihr Angesicht vorder Stiefmutter, wie eine Sünderin.
Am fünften Tage meines Dienstes ward ich berufen,, und dieStiefmutter befahl mir, Alles zur Abreise zu rüsten. Das thatich, und vollzog, was mir befohlen worden. Am Abend diesesTages befahl mir Domenico, das Haus nicht zu verlassen, um zuverhüten, daß sich Hermingarde, seine Schwester, nicht aus denZimmern entferne; denn er und seine Mutter wollten noch einmalzum heiligen Hause gehen. Ich verhieß Gehorsam in allen Din-gen, und er ging mit seiner Mutter fort. Ich blieb aber im Vor-saal und hütete Hermingarden.
Erklärungen.
Nach einer Viertelstunde trat sie gar schüchtern und stttiglichaus ihrem Zimmer und sah mich lange schweigend an. Dann sprachsie mit leiser Stimme: „ Don Bastians, warum habet Ihr mirdas gethan?"
Ich antwortete und sprach: „Fräulein, mein Leben ist nurfür Euch!"
„Ziemt es auch einem edcln Ritter, Knechtsdienste zu leisten?"