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Gemüth. Doch glaubte ich, daß eS wohlgethan sei, ihn selbst zuversuchen, und sprach: „Da Ihr, Herr Alfonso, mich also warnetvor Betrügern, woran soll ich den Wahrhaften erkennen?"
„An guten Zeichen, die er Euch gibt."
„So fordere ich von Euch selbst ein gutes Zeichen."
„Ich habe eS Euch auf dem See gegeben, da ich Euer Lebenrettete. Seid ihr deß noch nicht zufrieden?"
„Lasset Ihr es bei dem bewenden?"
„Nein, Bastiano, noch eins! Ihr sollet ein anderes haben."Dann ging er zum Tische, löschte die Kerzen aus, und verdecktedie Flamme des Kamins. Dann sprach er einige Worte leise,und ich sah ein bleiches Flämmlein aus seiner Hand steigen, wo-durch sein Antlitz schwach erhellt war; cs glich dem Antlitz eineslängst Veweseten. „Gut!" sprach er. Das Flämmlein verging.Er zündete die Kerze wieder beim Kamin an.
„Hier habt Ihr ein Zeichen!" sprach Piccolomini zu mir: „Ent-weichet aus Verona. Ihr habet Feinde. Vor achtnndvierzig Stun-den war Euer Leben in Noth. Der Ghistlieri will Euch übel,weil seine Gemahlin Euch wohl will. Doch hat er noch nichtswider Euch unternommen. Vorgestern wäret Ihr in Gefahr durchdie venetianischen Spione. Doch wurdet Ihr durch List und Liebeeiner cdeln Frau gerettet. Sie selbst hat mir eS vertraut."
Ich gerieth bei diesen Worten in große Bestürzung.
„Was habe ich mit den Venetianern?" rief ich.
„Daß Ihr unbesonnen über die Landesregierung gesprochen habet,und von Euerer Gefahr im Gebirg von Tirana und BreScia."
Ich erinnerte mich dessen. Da ging Piccolomini am Tisch vorüber und sah die Madonna Sclavani'S. — Er nahm das Bild undwarf eS gleichgültig nach einiger Betrachtung aus die Seite.
„Gebt mir noch ein Zeichen!" rief ich und trat vor ihn.
„Es seil"
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