Druckschrift 
7 (1851)
Entstehung
Seite
235
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Ausschiffung in der Havanna!), nachher in der Kolonie, von sämmt-lichen Negern behandelt wurde, so wie nach ihren eigenen Nndeu-, tungen, scheint sie die Tochter oder Verwandtin eines königlichen

Geschlechts aus dem Innern Afrika'S gewesen zu sein. Mehr alsihre Herkunft, zog nachher ihre Schönheit die Bewunderung an,und selbst ein europäisches Auge konnte, ohne von der schwarze»Farbe der Sam,nethaut beleidigt zu werden, die Liebenswürdigkeitder afrikanischen Grazie anerkenne», deren Wange»,wie durchdie Finsterniß eines getrübten Himmels das Morgenroth," glühten.

Mein Erstes war, den Vater über das Schicksal seines Kindeszu beruhigen, welches er ans dem Ozean wußte, während er schonden Tod seines Freundes erfahren hatte, und dies Kind seiner Liebenun fremd und allein in einen andern Wclttheil hingcworfen stehensollte. Die Lage des Mannes schien mir eine der schrecklichsten,, die ein Vater empfangen kann. Ich sagte ihm Alles, was ich von

mir selbst wußte, um ihm Vertrauen zu einem Unbekannten ein-zuflößen.

Das Schicksal schenkte mir einst/' antwortete er,in schöner,wohlthätiger Laune unerwartet einen getreuen, aufgeklärten, bie-dern Freund. Es hat ihm gefallen, mir diesen, eben so unerwartet,in einem der wichtigsten Augenblicke meines Lebens zu rauben. Undnun, als bercuete es selbst die anscheinende Härte, überrascht esmich beinah' ohne Zeitverlust mit dem edelsten Ersatz. Ich unter-werfe mich, wie ich soll, in Demuth seinen Fügungen und em-pfange mit dankbarem Herzen seine Wohlthat, entschlossen, sie» furchtlos zu genießen, so lange es dem gütigen Lenker der Schicksale

gefällig sein mag.

Ich kann mich bei Ihrer Aengstlichkeit, sich zu legitimiren,des Lächelns nicht enthalten. Glauben Sie mir, daß wir Schweizerhier, wenn wir auch beinah' zu Ihren Antipoden gehören, IhrenNamen nicht kennen sollten und wohl noch mehr, als den Namen?