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gegengegangen. Der hohe Greis weinte FrendenthrLnen unter demJubel, mit welchem sie ihn umringten. Er hntte sein zweiund-siebenzigsteS Jahr an dem gleichen Tage angetreten, da er, nachlanger Trennung, alle seine Lieben wieder beisammen fand. Erzählte sie, rief sie alle, groß und klein, bei Namen und umarmteund segnete sie alle. Das Alter hatte seine Haare gebleicht, aberseine Kräfte nicht geschwächt. Ein mildes Feuer glänzte in seinenAugen. Tie Farbe der Gesundheit röthete seine Wangen. Er nahmeine Urenkelin auf den starken Arm, und so, umschwärmt von seinenAngehörigen, trat er in sein neues Eigenthum. Er untersuchteAlles; fand Alles gut. Seine Töchter, Schwiegertöchter und Enke-linnen hatten mit einander gewetteifert, die ihm bestimmten Zim-mer mit jeder Anmuth, jeder Bequemlichkeit zu bereichern, die demAlter behagt, oder von der ihnen ahnctc, daß er sic gern sehenwürde.
Von nun an genoß er den seligen Frieden am eigenen Herde;das stille Glück, welches er als sein höchstes gewünscht hatte. Erwar von Syrakus gebürtig. Obgleich er aber seine meisten Jugend-freunde alle überlebt hatte, und in der großen Stadt, die er seitfünfzig Jahren nicht gesehen, Keinen mehr kannte, war doch Sizi-lien immerdar seine Sehnsucht geblieben, und daß seine Asche einstin väterlicher Erde ruhen möge.
Alle Tage in der Morgenkühle Pflegte er einen Gang durch seineweitläufigen Besitzungen zu machen, um sie und jede Stelle desanmuthigen Thales kennen zu lernen. Solcher einsamen Wande-rungen war er von jeher gewohnt. In Griechenland hatte er sicselbst beim übelsten Wetter nicht versäumt. Sie gehörten zur Nah-rung seiner Kraft. Gewöhnlich begleitete ihn nur ein Sklave ingewisser Ferne, daß er im Fall eines Bedürfnisses Beistand zurHand habe. Er überließ sich da gern ruhigen Betrachtungen undUeberlegungen. Solch einen Gang in die Einsamkeit nannte er