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7 (1851)
Entstehung
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wenigsten Straßen haben allgemein eingeführte Namen. Man mußsich durch bekannte Leute führen lasten, um nicht in dem weitenLabyrinth Tage lang zu verirren.

Die Gegend umher ist nicht reizend, sondern unwirthlich, reichan Sümpfen, Gewässern, unfruchtbaren Heiden und Wildnissen.Alles das erwartet noch eine ordnende, verschönernde Hand spätererZeiten. Der Pflug hat diesen kaltgründigen Boden nur in spar-samen Versuchen hin und wieder aufgebrochen. Alles ist dahertheuer, weil die Lebensmittel aus den entlegensten Gegenden vielehundert Stunden Welt zugeführt werden müssen. Nicht einmal zah-mes Obst wächst hier umher, sondern die einzige genießbare Frucht,die von der Erde freiwillig gegeben wird, sind Erdschwämme. DieWaldungen herrschen noch unübersehbar; aber meistens von düsterm,traurigem Ansehen. Statt des lachenden Grüns der Buchen undEichen fleht man nur Weiß- und Rothtannen, allenfalls auch Birken,Ulmen, Espen und Erlen. Die Eichen muß man von Kasanholen. Ein glücklicher Einfall des Czaren war der Befehl, welcherjeden Hausbesitzer verpflichtete, Linden vor seinen Thüren zu pflanzen.

Um Ihnen von dieser Hauptstadt der größten Monarchie Euro-pens mit wenigen Worten einen Begriff zu geben, darf ich Ihnennur sagen, daß man noch letzten Winter vor den Thoren derselbenauf Wölfe und Bären Jagd machte; daß man hier fast acht Mo-nate lang Winter, und an den kürzesten Tagen desselben die Sonnekaum drei Stunden lang fleht, so wie man ste in den längstenTagen des Sommers kaum drei Stunden am Himmel vermißt,und die Sommernächte eigentlich nur aus Morgen- und Abend-dämmerung zusammengesetzt sind.

28 . August.

Sie werden mir's daher gern glauben, daß ich nicht ehrgeiziggenug bin, mein Leben, welcher Preis mir auch angeboten werden