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Auch den Tod seines Bruders vernahm er ohne Ver-wunderung, aber wie es schien, nicht ohne Bewegung.
„Es war der Schluß," sagte er, „eines langen Gewebesvon ehrgeizigen Unternehmungen, welche oft hübsche Aus-sichten darboten, aber sammt und sonders fehlschlugen."
Oer Landammann erklärte überdies, sein Bruder hatteihn benachrichtigt, daß er in eine gefährliche Sache verwickeltwäre und fast sicher darin umkommen würde. Dabei hater," fuhr Biedermann fort, „seine Tochter meiner Sorgfaltüberwiesen und mir Anweisungen in Bezug auf sie gegeben."
Hier trennten sie sich für jetzt; aber kurz darnach drangder Landammann ernstlich in den Grafen von Orford, ihmzu sagen, welche Absiä ten er für die Zukunft habe und ober ihm etwas helfen könne.
„Zch habe im Sinne, die Bretagne zum Zufluchtsort zuwählen," antwortete der Graf, „wo meine Frau gewohnthat, seit wir durch die Schlacht bei Tewkesbury aus Englandvertrieben sind."
„Thut das nicht," sagte der gute Landammann, „son-dern kommt mit der Gräfin nach Geierstein. Wenn sie, wieZhr, sich an die Sitten und das Leben in den Bergen undan den Anblick unserer Gebirge gewöhnen kann, so werdetZhr in meinem Hause so willkommen sein, wie mein Bruderund einen Aufenthalt haben, dem Verschwörungen und Ver»rath immer fremd geblieben sind. Bedenkt wohl, der Herzogvon Bretagne ist ein schwacher Fürst und wird völlig Lurcheinen elenden Günstling, Peter Landais, beherrscht. Er istauch im Stande, d. h. der Minister, das Blut wackererLeute zu verkaufen, wie ein Metzger mit Ochsenfleisch handelt,und Ihr wißt, Laß es in Frankreich wie in Burgund nichtan Leuten fehlt, die Euch nach dem Leben trachten."