Druckschrift 
18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
Seite
281
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O, mein Obeim!" rief ermein theurer Oheim Al-bert! Hat Euch alle Eure Größe und Klugheit nichts zuwegegebracht als den Tod »eben einem Graben, wie einem elendenBettler? Kommt, wir müssen diese traurige Nachricht gleichmeinem Vater mittheilen. Seines Bruders Tod wirb ihnbetrüben und Galle zu der Bitterkeit fügen, die der Hingangdes armen Rüdiger in ihm erregt bat. Indessen liegt einigerTrost darin, daß Vater und Oheim sich nie ausstehenkonnten."

Mit einiger Schwierigkeit halfen sie dem Grafen vonOrford abermals auf's Pferd und machten sich auf den Weg,

als der englische Lord sagte:Ihr müßt eine Wache daher

stellen, um die Leichen vor weiterer Beschimpfung zu schützen,damit sie mit gehöriger Feierlichkeit bestattet werden können."

Bei der lieben Frau von Einsiedeln! Ich danke Euchfür den Wink," versetzte Sigmund.Ja, wir werden Alles

für Len Oheim Albert thun, was die Kirche vermag. Es

steht zu hoffen, daß ihm seine Seele nicht schon im Vorausverloren ging, wenn er mit dem Teufel gerade und unge-rade gespielt hat. Ich wollte, wir hätten einen Priester, derbei seinem arme» Leichnam bl,ebe; aber es liegt nichts daran,denn man hat nie von einem Gespenst gehört, das vor demFrühstück erschienen wäre."

Sie begaben sich in das Quartier des Landammanns undstießen dabei auf Bilder und Auftritte, welche Arthur undselbst sein Vater, die doch den Krieg schon in allen seinenGestalten gesehen hatten, nicht ohne Schaudern betrachtenkonnten. Aber der schlichte Sigmund, der neben Arthur her-ging, lenkte das Gespräch auf einen so anziehenden Gegen-stand, daß er die Aufmerksamkeit seines Freundes von denSchrecknissen abzog, die sie umgaben.