270
nichts mehr und nichts weniger gelten, als vor diesem Bruch,d. h. durchaus nichts. Ich lege meine Ehre in Euer GnadenHände; — wenn er seinen Handschuh zurücknimmt, so binich geneigt, es auch zu thun. Johann von Vere braucht nichtin Besorgniß zu sein, dis Welt möchte glauben, er fürchteCampobasso."
Der Herzog stattete ihm dafür seinen aufrichtigen Dankab und hielt die Offiziere aus, daß ste den Abend in seinemZelte znbrachten. Sein Betragen erschien Arthur'n ruhigerals er es je gesehen, und den Grafen von Orford erinnertees an die früheren Tage, in welchen ihre Vertraulichkeit be-gonnen hatte, ehe die unumschränkte Gewalt und ein unbe-gränztes Glück Karl'S rauhe aber nicht unedle Gemüthsartverdarb. Der Herzog ließ Essen und Wein an die SoldatenauStheilen und legte lebhafte Theilnahme dafür an den Tag,daß sie gut untergebracht würden. Er erkundigte sich nachden Kranken und Verwundeten und dem Zustand des Heeresim Allgemeinen. Aber er erhielt auf alle seine Fragen nurunerfreuliche Antworten und sagte zu einigen seiner Räkhe,die er auf die Seite nahm: „Wäre es nicht wegen unseresGelübdes, so würden wir den Plan bis zum Frühling auf-geben, damit unsere Truppen das Feld halten könnten, ohneso viel leiden zu müssen."
Sonst zeigte sich nichts Auffallendes in dem Benehmendes Herzogs, außer daß er wiederholt nach Campobassofragte. Zuletzt berichtete man ihm, er wäre unwohl und derArzt hätte ihm Ruhe ancmpfohlen. Er sei deshalb zu Bettegegangen, um bei Tagesanbruch seine Pflicht erfüllen zukönnen, da die Sicherheit des Lagers hauptsächlich von seinerWachsamkeit abhänge.