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selben weniger gleichgültig wäre. Er mahlte aus, wie seineLiebe zu Anna und die Sorge für ihr Glück seine Erkennt-lichkeit gegen ihren Vater beweisen sollte; und als er wahr-nahm, Laß der Graf mit einigem Wohlgefallen auf die Schil-derung ihres künftigen Lebens horchte, konnte er den Aus-ruf nicht zurückhalten. — „Und Ihr, gnäciger Herr — derSchöpfer alles dieses Glücks, wollt Ihr nicht der Zeuge undTheilnehmer desselben sein? Glaubt mir, wir werden streben.Euch die harten Schläge vergessen zu machen, welche Euchdas Schicksal zugetheilt; und sollte ein Strahl eines günsti-geren Geschicks uns bescheinen, so wird es uns um so will-kommener sein, wenn Ihr es mit uns theilet."
„Laßt die Thorheiten!" erwiedcrte der Graf Albert vonGeierstein. „Ich weiß, meine letzte Stunde ist nahe. — Hörtund zittert. — Der Herzog von Burgund ist zum Tode verur-theilt und die geheimen und unsichtbaren Richter, die im Ver-borgenen richten und rächen, wie die Gottheit, haben Strickund Dolch in meine Hände gelegt."
O! werft von Euch Liese schmählichen Zeichen!" rief Ar-thur mit Begeisterung; „sie mögen Schlächter und gemeineMeuchelmörder suchen, um ein solch Geschäft zu verrichtenund nicht den edcln Herrn von Geierstein damit beschimpfen."
„Still, thörichter Knabe!" gab der Graf zur Antwort.„Der Eid, den ich geschworen, ist höher als dieser bewölkteHimmel und tiefer gewurzelt als jene fernen Gebirge. Glaubtnicht, meine That sei die eines Meuchelmörders, obgleich einesolche durch des Herzogs eigenes Beispiel gerechtfertigt wäre.Ich sende keine Miethlinge wie die niederträchtigen Stradio-ten, um ihm nach dem Leben zu trachten, ohne mein eigenesder Gefahr auszusetzen. Ich lasse seiner Tochter — die a»seinen Verbrechen unschuldig ist — nicht die Wahl, eine schimpf-