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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
Seite
264
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liche Heirath einzugehen oder auf entehrende Weise der Weltzu entsagen. Nein, Arthur von Vere, ich suche Karl aufmit der Entschlossenheit eines Mannes, der sich gewissemTode blosstellt, um seinem Gegner das Leben zu nehmen."

Ich bitte Euch, sprecht nicht weiter davon," sagte Ar-thur in großer Angst.Bedenkt, ich diene für den Augen-blick dem Fürsten, den Ihr bedroht"-

Und Ihr seid verpflichtet," unterbrach ihn der Graf,ihm mitzutheilen, was ich Euch sage. Ich wünsche, daß Ihres thut; und obgleich er schon eine Ladung des Gerichts un-berücksichtigt gelassen hat, bin ich Loch erfreut über eine Ge-legenheit, mit der ich ihm selbst eine AuSforderung zugehenlassen kann. Sagt Karl'n von Burgund, daß er Albert vonGeicrstein beleidigt hat. Wer an seiner Ehre angegriffenwird, setzt keinen Werth mehr auf das Leben und die Ver-achtung desselben macht ihn zum Herrn des Daseins seinesGegners. Rathet ihm, er soll sich wohl vor mir in Achtnehmen, denn Albert von Geicrstein ist ein Meineidigerwenn Karl im nächsten Jahre zweimal die Sonne über denfernen Alpen aufgehen sieht. Und nun macht, daß Ihr fort-kommt; ich sehe eine Truppenabtheilung unter burgundischerFahne hcrannahen. Sie wird Euch Sicherheit gewähren,könnte aber die meine gefährden, wenn ich länger bleibe."

Mit diesen Worten wandte der Graf von Geierstein seinPferd und ritt davon.