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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
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standen, obgleich Rudolph nicht ermangelte, sich darauf zu be-rufen, weil sie seine Absichten begünstigte."

Gewiß," sagte Arthur,war eine Verbindung bei derUngleichheit in Bezug auf die Geburt und in jeder anderenRücksicht zu widernatürlich, als daß davon die Rede werdenkonnte."

So lange ich lebe," versetzte Graf Albert,hätte einesolche Heirath nie vollzogen werden dürfen, und wenn ich dieBraut sowohl als den Bräutigam hätte erdolchen und so meinHaus vor Entehrung bewahren müssen. Aber wenn ichdessen Tage, dessen Stunden gezählt sind nicht mehr seinwerde, wer hätte dann einen kecke» Freier abhalten sollen,trotz des Widerstandes und der Bedenklichkeiten eines alleinstehenden Mädchens sein Ziel zu erreichen, da ihn die Gunstdes Herzogs Ferrand unterstützte, der allgemeine Beifall sei-nes Vaterlandes und vielleicht auch eine unglückliche Vorliebemeines Bruders Arnold?"

Rudolph ist todt," erwiederte Arthur,möge ihm derHimmel seine Sünden vergeben! Wäre er aber noch am Lebenund setzte er seine Werbung um Anna von Geierstein fort,so würde er finden, daß er erst einen Kampf auszufechtenhätte"-

Welcher jetzt entschieden ist," antwortete der Graf Albert.Nun, gebt wohl Acht, Arthur von Vere. Meine Tochterhat mir gesagt, was zwischen Euch und ihr vorgegangen ist.Eure Gesinnungen und Euer Betragen sind des edlen Hauseswürdig, von dem Ihr abstammet, und ich weiß wohl, das eSunter die erlauchtesten in Europa gehört. Ihr habt freilichEuer Erbe eingebüßt, aber das ist auch mit Anna von Geier-stein der Fall und es wird ihr nur der Antheil von ihrerväterlichen Hinterlassenschaft bleiben, welchen ihr mein Bruder