Ihr den Feind des Herrn, unter dessen Fahnen Ihr dienet,gegen seine gemietheten Söldner unterstützen?"
Arthur gerieth etwas außer Fassung über die Deutung,welche man dem bereitwilligen Anerbieten seines Beistandesgab und für welches er wenigstens Dank erwartet hatte; aberer sammelte sich augenblicklich wieder und erwicdertc: „MeinHerr Graf Albert, es hat Euch beliebt, Euch selbst der Ge-fahr auszusetzen und »lich vor den Anhängern Eurer Sachezu schützen — ich bin gleichfalls verpflichtet, Euch gegen dievon unserer Seite zu vertheidigen."
„DaS ist gut geantwortet," sagte der Graf; — „aber ichdenke, eS ist dabei der kleine blinde Schelm im Spiele, vonwelchem die Minnesänger und Minstrels sprechen und seinerFürsprache habe ich vielleicht den großen Eifer meines Be-schützers zu verdanken."
Er ließ Arthur'«, der in nicht geringe Verlegenheit gc-rieth, keine Zeit zu einer Antwort, sondern fuhr fort: „Hörtmich an, junger Mann — Eure Lanze hat heute der Schweiz,den Bernern und dem Herzog Ferrand ein großes Unheilzugefügt, Ihr habt ihnen den tapfersten Kämpen erschlagen.'Aber für mich ist der Tod Rudolph Donnerhügel's ein will-kommenes Ereigniß. Wißt, je mehr man seiner Dienste be-durfte, mit desto größerer Zudringlichkeit verlangte er dieVerwendung des Herzogs Ferrand bei mir, um sich die Handmeiner Tochter zu verschaffen. Und der Herzog selbst, derSohn einer Prinzesst,>, erröthete nicht, zu fordern, ich solltedie letzte meines Hauses — denn meines Bruders Familiebesteht aus entarteten Zwittern — einem anmaßenden jungenMann überlassen, dessen Oheim im Hause meines Schwieger-vaters diente. Sie rühmten stch zwar einiger Verwandtschaft,aber ich glaube, diese war nicht in rechtmäßiger Weise ent-