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18 (1851) Anna von Geierstein
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kommen bekannt mit dem Verfahren bei Turnieren und konntevermntyen, daß Rudolph weniger erfahren darin sein würde.

Sie rannten, nach dem Ausdruck der Zeit, mannhaft un-ter'm Schilde gegen einander. Die Lanze des Schweizersstreifte den Helm des Engländers, gegen welchen sie gerichtetwar, während Arthur mit seinem Speer auf die Mitte vomLeibe des Gegners zielte. Der Stoß war so richtig geführtund wurde von der vollen Kraft des Anlaufs so gut unter-stützt, daß er nickt nur den am Halse deS unglücklichen Krie-gers herabhängenden Schild, sondern auch noch eine Brust-platte und ein Panzerhemd durchbohrte, welches derselbe dar-unter anhatte. Die Stahlspitze der Waffe ging dem Rittersodann durch den ganzen Leib und wurde blos Lurch daSRückenstück des Reiters aufgehalten, der köpflings vom Pferdestürzte, als hätte ihn der Blitz getroffen. Donnerhügel wälztesich noch zwei oder dreimal auf dem Boden herum, riß mitden Händen die Erde auf und lag sodann da, ein entseelterLeichnam.

Nun entstand ein Geschrei der Wuth und des Schmer-zes unter den Gewappneten, deren Reihen Rudolph einenAugenblick zuvor verlassen, und mehrere unter ihnen senktendie Lanzen, ihn zu rächen. Aber Ferrand von Lothringen,der selber zugegen war, befahl, den siegreichen Kämpen ge-fangen zu nehmen, ihm jedoch kein Leid zuzufügen. DieserBefehl wurde vollzogen, denn Arthur hatte nickt Zeit, sich zurFluckt zu wenden und Widerstand wäre Unsinn gewesen.

Als man ihn vor Ferrand führte, hob er das Visir undsagte:Ist es reckt, gnädiger Herr, einen Ritter zum G-fan-genen zu machen, weil er gegen einen Mann, der ihn gefor-dert, seine Pflicht gethan bat?"

Beklaget Euch nicht, Herr Arthur von Orford." entgegnet«Anna v. Geierstein m.