„So schlau er ist, wird er doch eher den wilden Geieraus den Wolken hinunter locken, als Albert von Gsiersteinin seine Gewalt bekommen," sagte Colvin.
Arthur, welchen die Worte des Herzogs um Anna vonGeierstein und ihretwegen auch um ihren Vater nicht wenigbesorgt gemacht hatten, athmete freier als er seine Drohun-gen so leicht ausgenommen sah.
Es war am zweiten Tag nach diesem Lärm, als OrfordLas Lager Ferrand's von Lothringen zu besichtigen wünschte,denn er hegte einige Zweifel an der Genauigkeit der Berichteüber die Stärke und Stellung desselben. Er crbielt die Zu-stimmung des Herzogs zu diesem Vorhaben und dieser machteihm und seinem Sohne dabei zwei herrliche Pferde von gro-ßer Kraft und Schnelligkeit zum Geschenk, welche er selbersehr hoch schätzte.
Sobald deS Herzogs Wille dem italienischen Grafenmitgetheilt wurde, äußerte er die größte Freuoe darüber, daßihm der Beistand von Orford's Alter und Erfahrung bei einersolchen Necognoscirung zu Theil werden sollte, und wählteetwa hundert auserlesene Stradioten aus, die er, wie er sagte,schon vor der Nase der Schweizer zu Sckarmitzeln ausgesen-det hätte. Der Graf zeigte sich sehr zufrieden mit der ver-ständigen und raschen Art. in der die Leute ihre Pflicht er-füllten und einige Abtheilungen der Reiterei Ferrand's vorsich her trieben und zerstreuten. Am Eingänge eines etwasabschüssigen Thales erklärte Campobasso dem Engländer, daßsie sich eine vollständige llebersicht von der Stellung des Fein-des verschaffen konnten, wenn sie bis an's andere Ende dessel-ben zu gelangen vermochten. Zwei oder drei Stradiotenritten voran, um den Engpaß zu untersuchen, kehrten zurückund besprachen sich mit ihrem Führer in ihrer Landessprache.