Druckschrift 
18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
Seite
249
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Ich lache," erwiederte Campobasso, müten in denLanzen, wie mein Streilroß ha, ka! bei Trompeten-schall wiehert. Ick lache auch über die Vernichtung des Feindsund die Theilung der Beute, wie die Arier ihre Freude überihren Anlheil am Raube ausschreien; ich lache"-

Ihr lacht," sagte der Herr von Cvntay mit steigenderUngeduld,wenn Ihr die Freude für Euch allein habt, wieIhr nach unseren Verlusten bei Granson und Murten ge-lacht habt."

«Still, Herr!" rief der Herzog.Der Graf von Campo-basso hat die Sache so angesehen, wie ich. Der junge, irrendeRitter wagt es, aus dem Schutz seiner Berge hervorzutrctenund des Himmels Fluch treffe mich, wenn ich den Schwurnicht halte, daß das nächste Schlachtfeld, auf dem wir unStreffen, eine» von uns beiden todt erblicken soll. Es ist jetztdie letzte Woche im alten Jahr und vor dem Dreikönigstagwerden wir sehen, ob er oder ich die Bohne im Kucken findet. Zu den Waffen, meine Herren; laßt augenblicklich unserLager abbrechen und unsere Truppen gegen Lothringen vor-rücken. Schickt die italienische und albanische leichte Reitereivoraus und die Stradioten, um die Gegend zu säubern.Orford, du wirst in diesem Feldzug die Waffen tragen, nichtwahr?"

Gewiß," entgegnete der Graf.Ich esse das BrodEurer Hoheit; und wenn die Feinde einbrccken, so verlangtmeine Ehre, daß ich für Euer Gnaden fechte, wie wenn ichEuer geborner Unterthan wäre. Mit Euer Gnaden Erlaubnißwerde ich einen Herold mit einem Briefe an meinen alten,freundlichen Wirlh, den LanLammann von Unterwalden absenden und ihn mit meiner Abficht bekannt machen."