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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
Seite
247
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wenn es Orford nicht selbst für klug erachtet hätte, einigeVorsicht zu beobachten; und die Herren von Flandern undBurgund, die ihm aus denselben Gründen zugekhan waren,aus denen ihn der Italiener verabscheute, wachten über seineSicherheit mit einer Sorgfalt, von welcher er selbst nichtswußte, welche aber die Erhaltung seines Lebens möglichmachte.

Es war nicht wahrscheinlich, daß Ferrand von Lothringenseine» Sieg lange unbenutzt lassen würde; aber die SchweizerEidgenossen, welche seine Hauptmacht bildeten, bestandendarauf, daß die ersten Unternehmungen in Savvien und imWaadtlands Statt finden müßten, wo die Burgunder vieleBesatzungen liegen hatten. Diese konnten nicht so leicht oderschnell zur Uebcrgabe gebracht werden, wenn sie auch keinenEntsatz erhielten. Da überdies die Schweizer, wie die meistenSoldaten jener Zeit, welche ihre eigene Heimath vertheidigten,aus einer Art von Landwehr bestanden, so kehrten nach demSiege die meisten von ihnen heim, um ihre Erndte einzu.bringen und ihre Beute an sickeren Orten niederzulegen.Dieses verhinderte Ferrand, der mit allem Eifer eines jungenRitters an Verfolgung seines Sieges hing, vor dem MonatDezember 1476 eine verrückende Bewegung zu machen. Un-terdessen wurden die Truppen des Herzogs von Burgund, umdas Land einigermaßen von seiner Last zu erleichtern, anverschiedenen Orten seines Gebiets untergebracht und Allesaufgeboten, um die neu AuSgehobenen für den Krieg einzu-üben. Der Herzog würde, wenn man ihn sich selber über-lassen hätte, den Kampf beschleunigt, seine Macht wiedergesammelt und sich auf das Schweizergebiet geworfen haben;aber vbschon er bei der Erinnerung an Granso» und Murtenschäumte, war doch das Andenken an diese Unfälle noch zu