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18 (1851) Anna von Geierstein
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schen, und Ihr habt, ausgenommen im Punkte der Andacht,ein Bild des feurigen, tbätigen Karl von Burgund,"

5hr sprecht von einem tief verwundeten Gemüthe, Herrvon Argeuton," versetzte der Engländer,findet Ihr es paffend,daß ich mich dem Herzog vorstelle?"

Ich will fragen," fugte Contay; er verließ das Gemach,kehrte alsbald zurück und gab dem Grafen ein Zeichen, ihmzu folgen.

In einem Geheimzimmer oder Closet lehnte der unglück-liche Karl in einem großen Armstuhl und streckte die Füßeuachläßig auf einen Schemel aus; er war aber so verändert,daß der Graf von Orford hätte glauben können, er habe bloSdas Gespenst des ehemals so stolzen Herzogs vor sich. Seinlanges, verwirrtes Haar, wie es vom Kopfe herabfiel und sichmit dem Bart vermischte; die hohlen Augen, die wild in ih-ren Höhlen rollten, die eingefallene Brust und die hervor-stehenden Schultern gaben ihm wirklich das geisterhafte Aus-sehen eines Menschen, der den Todeskampf durchgcmacht hat,aber noch alle Zeichen von Leben und Kraft an sich trägt.Seine Tracht, ein weiter umgeworfener Mantel, vermehrtenoch seine Aehnlichkeit mit einem in's Leichentuch gehülltenGeist. Contay nannte dm Grafen von Orford; aber derHerzog starrte ihn mit glanzlosen Augen an und gab keineAntwort.

Sprecht mit ihm, wackerer Orford," sagte der Burgun-der flüsternd;es steht mit ihm noch schlechter als gewöhn-lich, aber vielleicht kennt er Eure Stimme."

Niemals, selbst, da der Herzog von Burgund in der höch-sten Blüthe seines Glücks stand, kniete der edle Engländernieder, um ihm mit so aufrichtiger Ehrerbietung die Hand zuküssen. Er achtete in ihm nicht blos den gebeugten Freund