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Die Burgunder sahen einander an und schwiegen stille.
„Er ist wie ohne Bewußtsein, wackerer Oxford," crwie-derte Craon zuletzt. „Herr von Argento», Ihr könnt denedlen Grafen am besten von dem Zustande unseres Fürstenunterrichten."
„Er ist wie verrückt," sagte der spätere Geschichtschreiberdieser unruhige» Zeit. „Nach der Sä,lacht bei Granso» hater meines Wissens nie mehr das frühere, gesunde Urtheil ge-zeigt. Aber damals war er launisch, eigensinnig, nahm keineVernunft an, blieb sich nicht gleich und nahm jeden Nati-ven man ihm gab, so übel auf, als wenn man ihn damithätte beleidigen wollen; eifersüchtig ahndete er jedes Verse-hen im Punkte der Ehrerbietung als verachteten ihn seineUnterthanen. Jetzt jedoch ist er völlig verändert, wie wennihn dieser zweite Schlag betäubt und die heftigen Leidenschaf-ten unterdrückt hätte, die der erste in Thätigkeit setzt. Er istschweigsam wie ein Karthäuser, eingezogen wie ein Klausner undnimmt an nichts Antheil, am wenigsten an der Leitung seinesHeeres. Er war früher, wie Ihr wißt. ,orgfältig in seinemAnzug, so daß sogar durch die Nachlässigkeit, welche er indieser Beziehung zur Schau trug, noch etwas Geziertes durch-schien. Aber, weh' mir, jetzt werdet Ihr einen Wechsel sehen.Er will nicht zugeben, daß man ihn, die Haare herrichtet unddie Nägel schneidet; es liegt ihm gar nichts daran, ob manihn ehrerbietig oder geringschätzig behandelt, er n mmt wenigoder gar keine Nahrung zu sich, genießt feurige Weine, dieseinen Verstand indessen nicht anzugreife» scheinen, er willnichts von Krieg oder Staatsangelegenheilen höre», ebensowenig von Jagd oder sonstiger Kurzweil. Denkt Euch einenEinsiedler, der seine Zelle verläßt, um ein Reich zu beherr-