- 236 ^
Colvin hatte seine und die Ankunft des englischen Gra-fen anmelden lasten; Herr von Contay ließ sie augenblicklichzu sich kommen und bezeugte viel Freude, sie z» sehen.
„Sin paar von uns," sagte er, „getreue Diener des Her-zogs halten hier Rath, und es wird für uns von der größtenWichtigkeit sein, wen» Ihr demselben beiwohnet, mein edlerHerr von O.rsord. Die Herren de la Crvye, de Craon, Ru-bemprö und andere bnrgundische Edle sind eben versammelt,um sich in dieser Noth über die Verlheidigung des Landeszu besprechen."
Diese alle drückten ihre Freude aus, den Grafen von Or-sord zu sehen. Sie hätten, erklärten sie, in der letzten Zeitseines Aufenthalts im Lager des Herzogs unterlassen, ihmihre Ehrfurcht zu bezeugen, weil sie benachrichtigt worden wä-ren, daß er unerkannt zu bleiben wünschte.
„Seine Gnaden," sagte Craon, „hat zweimal nach Euchgefragt und immer bei Eurem angenommenen NamenPhilipson."
„Ich wundere mich nicht darüber, gnädiger Herr vonCraon," versetzte der englische Edelmann; „der Name hatseine Entstehung in früheren Tagen gefunden, als ich währendmeiner ersten Verbannung hier war. Es hieß damals, wirarmen lancastrischen Edelleute müssen andere Namen füruns wählen, als die wir bisher gehabt, und der gute HerzogPhilipp sagte, ich müßte als der Waffenbruder seines SohnesKarl nach ihm selbst den Namen Philipson tragen. Zum An-denken an den gütigen Fürsten legte ich mir ihn wieder bei,als die Tage herankamen, da solches wirklich nvthig wurde,und ich sehe, der Herzog denkt noch ati unsere frühere Ver-traulichkeit, da er mich so bezeichnet. Wie befindet sichSeine Gnaden?"