Druckschrift 
18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
Seite
234
Einzelbild herunterladen
 

234

Er wünscht sie gewiß, gnädiger Herr!" sagte derehrliche Kriegsmann mit Thränen in de» Angen.Wir ha-ben ihn Euer» Namen nennen gehört, als ob ihm das Wortin einem qualvollen Traum entwischte."

Ich will zu ihm gehen, wenn das der Fall ist," sagteOrford,und das augenblicklich. Wo wollte er sein Haupt-quartier aufschlagen?"

Er hat nichts weder darüber »och über andere Gegen-stände bestimmt; aber Herr von Cvntay nannte La Risierebei Salins in Oberburgund, als dem Orte, wohin er sich be-geben würde."

Dahin also wollen wir, mein Sohn, und uns so schnellals möglich dazu richten. Ihr, Cvlvin, würdet am bestenthun, hier zu bleiben und Euch nach irgend einem heiligenMann umzusehen, der Euch von Eurer übeteilten Rede aufdem Schlachtfelde von Wurden losspricht. Es liegt allerdingseine Sünde darin; aber eS wäre eine schlechte Buße, wennIhr Euer» großmüthigcn Herrn jetzt verließet, La er Eurerguten Dienste am meisten bedarf. Es ist blos eine Handlungder Feigheit, sich in's Kloster zurückzuziehen, so lange wir nochPflichten auf dieser Welt zu erfüllen haben."

Das ist wahr," versetzte Colvin;würde ich den Herzogjetzt verlassen, so bliebe ihm vielleicht nicht ein Mann, der'm Stande wäre, eine Kanone ordentlich zu richten. DerAnblick Eurer Herrlichkeit kann nur günstig auf meinen edelnHerrn wirken, da er in mir den alten Soldaten wieder ge-weckt hat. Wenn Eure Herrlichkeit Eure Reise bis morgenverschieben kann, so werden meine geistigen Geschäfte abge-macht und meine körperliche Gesundheit so weit hergestelltsein, daß ich Euern Führer nach La Riviere abgeben kann.