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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
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>m Dunkel des Gewitters. Meinen Leuten schwand derMuth; die Armee hinter ihnen war auf dem Rückzug begrif-fen; das plötzliche Licht, das auf die vorrückenden Schweizerfiel, zeigte längs der Berge hin eine unendliche Menge vonZahnen und glänzenden Waffen, und ließ den Feind doppeltso stark erscheinen, als wir ihn bisher geglaubt hatten. Ichermahnte meine Begleiter, fest zu stehen; aber ich hatte dabeieinen Gedanken und sprach ein Wort aus, worin ei le schwereSünde liegt.Steht fest, meine wackern Kanoniere," sagteich,wir wollen sie jetzt lauteren Donner hören und verderb-lichere Blitze sehen lassen, als ihr Beten herunter gebrachthat!" Meine Leute schossen aber es war ein gottloserGedanke eine gotteslästerliche Rede usid das Unglückfolgte ihr auf dem Fuß. Wir richteten unsere Kanonen gegendie heranziehenden Massen, so gut als es je von einem Geschützgeschehen ist ich kann es verbürgen, denn ich Halle selbstdie Großherzogin von Burgund unter den Händen ach,arme Herzogin! was für rohe Leute gehen jetzt mit dir um! Die Ladung ging los und ehe der Rauch vor Len Feuer-schlünden sich zerstreute, konnte ich manchen Mann und man-ches Banner niederstürzen sehen. Oer Gedanke war natür-lich, daß ein solches Feuern den Angriff zum Stocken bringenwürde, und während der Rauch uns dem Feinde verbarg,machte ich alle möglichen Anstrengungen, um unsere Kanonenwieder zu laden; ängstlich suchte ich durch den Nebel denZustand unserer Gegner zu erspähen. Aber ehe der Rauchsich verzog, oder die Kanonen wieder geladen waren, fielensie mit Ungestüm über uns her, Roß und Mann, Greise undKnaben, Reisige und Knechte, und warfen sich gegen dieMündungen der Kanonen und über diese selbst her, ohne imMindesten ihres Lebens zu achten. Meine braven Burschen