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18 (1851) Anna von Geierstein
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weiß wohl, daß verbannte Männer selten willkommen sindam Hofe eines fremden Fürsten; aber ich bi» der treue An-hänger seiner Tochter Margarethe gewesen. Ich will michblos ins Geheim da aufhalten und begehre weder Beachtungnoch Unterstützung. Da wird mir wohl König Rene die Cr-laubniß nicht versagen, die Luft seines Landes einzuathmen,bis ich erfahre, wohin mich das Schicksal oder die Pflichtrufen."

Auf Nene könnt Ihr Euch sicher'verlassen," antworteteArthur.Er ist keines niedrigen oder unedeln Gedankensfähig; und wenn er sein kleinliches Treiben eben so verachtenkonnte, als er Las Schmähliche verabscheut, so könnte man,'hn hochstellen in der Liste der Fürsten."

Als diese Abrede getroffen war, stellte der Sohn seinenVater an König Rens's Hofe vor und entdeckte diesem in'SGeheim, daß er ein Mann von Stande und ein ausgezeich-neter Lancastrier wäre. Der gute König hätte freilich einenGast von anderen Talenten und von fröhlicherer Sinnesartlieber gehabt als Orford, einen Staatsmann und Krieger vonernstem und düsterem Wesen. Der Graf wußte dies undstörte seinen wohlwollenden und lustigen Wirth selten miteinem Besuch. Indessen fand sich für ihn eine Gelegenheit,dem alten König einen Dienst von besonderem Werth zuleisten. Es war dies der Abschluß eines wichtigen Vertragszwischen Ren« und Ludwig XI. von Frankreich seinem Neffen.Diesem verschlagenen Fürsten vermachte Ren« zuletzt seinFürstenthum, denn die Nothwendigkeit, seine Angelegenheitendurch eine solche Maßregel in Ordnung zu bringen, wardihm nun selbst einleuchtend und jeder Gedanke an eine Be-günstigung Karls von Burgund bei dieser Uebereinkunft warmit der Königin Margarethe zu Grabe gegangen.