der Himmel deine Tugenden belohnen und dich die Folgendeiner Fehltritte nicht büßen lassen! Beide gehörten deinerStellung nn, und wenn du die Segel im Glücke zu hock' ge-spannt, so hat nie eine Fürstin gelebt, die stolzer den Stür-men des Unglücks trotzte, die sie mit solcher Unerschrockenheitmit so viel Größe und Standhaftigkeit trug. Mit diesemEreigniß ist das Trauerspiel geschlossen und unsere Rollen,mein Sohn, sind beendigt."
„Wir tragen also jetzt die Waffen gegen die Ungläubi-gen, mein Vater?" fragte Arthur mit einem kaum hörbarenSeufzer.
„Nein," antwortete der Graf, „ich muß zuvor wissen, obHeinrich von Richmond, der unbestreitbare Erbe des HanfesLancaster, meiner Dienste nickst bedarf .Mit den Juwelen, diewie du mir schriebst, so seltsamerweise verloren und wiedergefunden worden sind, kann ich ihm Hilfsmittel liefern, dieihm nöthiger sein dürften, als deine oder meine Dienste.Aber in das Lager des Herzogs von Burgund kehre ich nichtmehr zurück; dort ist keine Hilfe zu finden."
„Ist es möglich, daß die Macht eines so großen Fürstenin einer unglücklichen Schlacht vernichtet worden ist? sagteArthur.
„Durchaus nicht," versetzte sein Vater. „Der Verlustbei Granson war sehr groß, aber für das starke Burgund istdas blos ein R>ß in die Sckuiltern eines Riesen. Der MuthKarls selbst, seine Klugheit wenigstens und seine Vorsickst sindbei dem Verdruß darüber von ihm gewichen, daß er eineNiederlage von den Schweizern erlitten, die er für verächtlicheGegner ansah und mit ein paar Schwadronen von seinenGewappneten niederzuwerfen erwartete. Dann ist er mürrisch,reizbar und launisch geworden; er gibt sich denen hin, die