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18 (1851) Anna von Geierstein
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dazu verwendet, das Begräbniß seiner Tochter Margarethegroßartig zu begehe». Aber er wurde daran zum Theil durchdie Vorstellungen seiner Minister, zum Theil durch die Hin-dernisse abgehalteu, welche ihm der junge Engländer i» denWeg legte. Dieser berief sich auf den letzten Willen der Ver-storbenen, um bei der Beerdigung der Königin die eitelnSchaustellungen zu Hintertreiben, gegen welche sie bei Lebzeiten einen so großen Widerwillen gezeigt hatte.

Daker wurden zuerst mehre Tage öffentlichen Gebetenund Andachtsverrichtungen gewidmet und sodann das Leichenbegängniß mit der düsteren Pracht gefeiert, die man der Geburt der Verlebten schuldig war und durch welche die römischeKirche so gut auf Auge, Ohr und Gefühl zugleich zu wirkenversteht.

Unter den mancherlei Edel», welche der feierlichen Handlung beiwohnten, war einer, der erst ankam, als das Geläuteder großen Glocken auf der Erlöserkirche ankündigte, daß derZug schon auf dem Wege nach der Kirche sich befände. DerFremde vertauschte hastig seinen Reiseanzug gegen ein Trauergewand von englischem Schnitt. So gekleidet, begab er sichin die Kirche, wo das vornehme Aussehen des Mannes derLeichenbegleitung so viel Achtung einflößte, daß man ihm »er-stattete, ganz nahe neben den Sarg zu treten, lieber dieBahre der Königin von England hin, für welche er so vielgethan und gelitten, wechselte der tapfere Graf von Oxfordeinen traurigen Blick mit seinem Sohne. Die Begleiter,besonders Margarethen's englische Diener, schauten auf diebeiden mit Ehrfurcht und Verwunderung, und der ältere Rit-ter besonders erschien ihnen als ein nicht unpassender StellVertreter der getreuen englischen Unterthanen, welche ihre letztePflicht am Grabe derjenigen erfüllten, die so lange, wenn