Druckschrift 
18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
Seite
205
Einzelbild herunterladen
 

205

daß er die Schweiz verließ, um sich an den Kaiser anzu-schließen."

Reckt," gab der junge Schweizer zur Antwort,unddie junge Freiin von Arnheim heirathete; aber nachgehendsgerielh er in Ungnade bei meinem kaiserlicken Namensbruderund eben so anck bei dem Herzog von Oesterreich. ES heißt,man könne nicht in Rom sein und mit dem Papst in Streitleben. So hielt eS mein Oheim für daS Beste, über de»Rhein zu gehen und sich an den Hof Karl's zu begeben, derbereitwillig die Edellente aus allen Ländern aufnahm, wen»sie nur wohlklingende Namen führten und diesen der TitelGraf, Markgraf, Freiherr oder dergleichen vvransging. MeinOheim wurde datier auf s Freundlichste empfangen, aber seiteinem oder zwei Jahren hat die ganze Freundschaft aufgehvrt.Der Oheim Albert erlangte großen Einfluß bei einige» ge-heimen Gesellschaften, deren Bestehen Karl mißbilligte. Darumward er so böse auf meinen armen Oheim, daß dieser sichgcnöthigt sah, die Weihe zu nehme» und sich eine Glatzescheeren zu lassen, um nicht den Kopf zu verlieren. Aber,ob er sich gleich das Haar abschneiden ließ, blieb Loch sei»Kopf so geschäftig, wie immer. Und wenn ihm der Herzogschon die Freiheit gelassen hat, so findet er ihn doch so oftauf seinem Weg, Laß Jedermann der Ansicht ist, er warteblos eine» Vorwand ab. um ihn greifen und hinrichten zulasse». Aber mein Oheim bedauxtet, er fürchte Karl nichtund wenn dieser gleich Herzog sei, so habe er doch mehrUrsache zur Furcht vor idm, als er vor dem Fürsten.Uebrigens bast du ja gesehen, wie keck er seine Nolle zuLa Feritte spielte."

Beim heiligen Georg von Windsor!" rief Arthur,derschwarze Priester an der Sankt Pauls-Kirche?"