Druckschrift 
18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
Seite
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Väter, und suchte nach etwas für Euch, als ich meinen altenFreund da erblickte," (hier zog er das Halsband der Köni-gin Margarethe aus der Tasche)ich erkannte cs gleich, dennLu erinnerst dich, daß ich es dem Scharfrichter von La Feretteabgenommen habe."Oho, ihr hübschen Funklcr," sagteich,ihr sollt nicht länger burgundisch sein, sondern zumeinen wackeren englischen Freunden zurückkehren. Unddarum"

Es ist von unermeßlichem Werthe," sagte Arthur,undgehört weder meinem Vater, noch mir, sondern der Königindie du eben gesehen."

Und es wird ibr sehr gut stehen," antwortete Sigmund.Wenn sie nur zwanzig oder dreißig Jahre jünger wäre, sogäbe sie ein wackeres Weib für einen Schweizer Gutsbesitzer.Ich wollte dafür stehen, daß sie ihre Haushaltung in derbesten Ordnung hielte."

Sie wird dich freigebig dafür belohnen, daß du ihrEigentkum wieder beigeschafft hast," sagte Arthur,undunterdrückte mit Mühe ein Lächeln, bei der Vorstellung, daßdie stolze Margarethe die Hauswirthin eines Schweizer Schä-fers werden sollte."

Was Belohnung!" sagte der Schweizer.Bedenkdoch, ich bin Sigmund Biedermann, der Sohn des Landam-manns von Unterwalden und kein gemeiner Lanzknecht,der sich für eine Gefälligkeit mit Piastern bezahlen läßt. Wennsie mir ein freundliches Wort des Dankes sagt, oder einenKuß »erstattet, bin ich wohl zufrieden."

Einen Kuß auf ihre Hand vielleicht," versetzte Arthurund mußte abermals über die Einfalt seines Freundes lachen.