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wir uns nicht bei der Besichtigung von Karls Lager aufge-halten hätten. Gnädiger Himmel, Arthur, was war das fürein Anblick! Jedes Zelt war gefüllt mit reichen Kleidern,prächtigen Rüstungen und großen Schüsseln und Flaschen,von denen einige Leute sagten, sie wären von Silber. Aberich weiß, es gibt nicht so viel Silber auf der Welt, und binüberzeugt, daß sie nur aus gut polirtem Zinn bestanden. Dagab es Haufen von betreßten Lakaien und Pagen, und sovielen Dienern als Söldner bei'm Heere waren; und Tau-sende von hübschen Mädchen, ich wußte nicht zu was. Be-diente und Mädchen stellten sich zur Verfügung der Sieger,und ich versichere Euch, daß mein Vater sich äußerst strengzeigte gegen Jeden, der das Kricgsrecht mißbrauchen wollte.Aber einige von unseren jungen Leuten horchten nicht aufihn, bis er sie mit seiner Hellebarde Gehorsam lehrte. Ach,Arthur, das war ein hübsches Plündern; die Deutschen undFranzosen, die bei uns waren, nahmen Alles weg, und einigevon den Unfern folgten ihrem Beispiel — es ist ordentlichansteckend. — So ging ich in Karls eigenes Gezelt, von demRudolph und einige seiner Leute Jedermann abzuhalten such-ten, ich denke, um für sich zu behalten, was sich darin vor-fand. Aber weder er, noch irgend ein anderer Berner wag-ten, mir den Knüttel auf den Kopf zu schlagen; so trat ichdenn hinein und sah sie Stöße von zinnernen Tellern, die sostark glänzten, daß sie von Silber zu sein schienen, in Kistenund Körbe zusammenpacken. Ich drängte mich durch sie inden inneren Theil, wo Karls Bett stand; — ich will ihmGerechtigkeit widerfahren lassen, es war Las einzige hartein seinem Lager — da lagen auch glänzende Steine undKiesel, untermischt mit Handschuhen, Stiefeln, Armschienenund solcherlei Dingen — La dachte ich an dich und deinen