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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
Seite
194
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Basel; aber wir hießen ihn damals Lorenz, denn Rudolph,sagte unser Vater, dürfe nichts davon erfahren, daß er dasei, und ich wußte damals selber noch nicht wer er war. Gutals wir nach Neufchatel kamen, bildeten wir eine hübscheSchaar; wir waren unser sünfzehntausend tüchtige Eidgenossen,und die andern, die Deutschen und Lothringer beliefen sich,wollt' ich wetten, auf mehr als fünftausend. Wir hörten, dieBurgunder ständen sechSzigtausend Mann stark im Feld, aberzugleich erfuhren wir auch, daß Karl unsere Brüder wieHunde hatte hängen lassen, und es war kein Mann unteruns unier de» Eidgenossen, mein ich der sich damitaufgehalten hätte, die Köpfe zu zählen, als es sich davon han-delte, sie zu rächen. Ich wollte, Ihr hättet können das Ge-schrei der fünfzehntaufend Schweizer hören, die verlangtengegen den Schlächter ihrer Brüder geführt zu werden! MeinVater selbst, der, wie Ihr wißt, gewöhnlich so eifrig amFrieden hängt, stimmte jetzt zuerst für die Schlacht. So zogenwir im Morgengrauen am See gegen Granlon hinunter,Thränen in den Augen und Waffen in den Händen, zum Tododer zur Rache entschlossen- Wir gelangten zu einer Art vonEngpaß zwischen Vauxmoureur und dem See; da stand dieReiterei auf der Ebene zwischen Gebirg und See, und einestarke Abtheilung Fußvolk an der Seite des Bergs. DerHerzog von Lothringen und seine Begleiter ließe» sich mitden Reitern ein, während wir den Berg erstiegen, um dasFußvolk zu vertreiben. Die Sache war im Augenblick imReinen. Jeder von uns ist in den Felsen zu Hause, undKarls Leute blieben in denselben gerade so stecken wie du,Arthur, da du nach Geierstein kamst. Aber es gab da keinefreundlichen Mädchen, welche die Hände ausstreckten, ihnenherunterzuhelfen. Nein, nein da gab es Piken, Kolben