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beunruhigten. Aber ehe Köniz Ren« eine Antwort gebenkonnte, ließen sich ungewöhnlich laute Stimmen in dem Vor-zimmer hören. Die Thüre desselben wurde von einem gehar-nischten, mit Staub bedeckten Ritter aufgeriffen, dessen Aeuße-res ankündigte, daß er weit herkäme.
„Hier bin ich," sagte er, „Vater meiner Mutter — sehtEuren Enkel — Ferrand von Vaudemont; der Sohn Eurerverlorenen Jolantha kniet zu Euren Füßen und bittet umEuern Segen für sich und sein Vorhaben/'
„Du hast ihn," erwiederte Rens, „und möge er dir Glückbringen, tapferer Junge, Ebenbild deiner seligen Mutter —mein Segen, mein Gebet, meine Hoffnung geleite dich!"
„Und Ihr, schöne Tante von England," fuhr der jungeRitter gegen Margarethe gewendet fort, „Ihr, die Ihr durchVerräther aus Eurem Eigenthum vertrieben seid, wollt IhrEuch nicht für die Sache eines Vetters erklären, der für seinErbe kämpft?"
„Ich wünsche Euch alles Gute, freundlicher Neffe," ant-wortete die Königin von England; „obgleich Eure Züge mirfremd sind. Aber es wäre eine gottlose Thorheit, diesemalten Manne zu rathen, er solle sich Eurer Sache annehmen,da sie in aller klugen Leute Augen verzweifelt ist."
„Ist denn meine Sache verzweifelt?" fragte Ferrand;„verzeiht mir, das habe ich nicht gewußt. Und das sagt meineTante Margarethe, deren Seelenstärke Lancaster so langeaufrecht erhielt, nachdem der Muth seiner Krieger in so vielenNiederlagen untergegangen war? Was — vergebt mir, dennmeine Sache muß ich vertheidigen — was würdet Ihr gesagthaben, wenn meine Mutter Jolantha im Stande gewesen wäre,ihrem Vater zu rathen, er solle sich von Eurem Eduard los-