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meine, des Anstands wegen Härte man für Abtretung einesso ausgedehnten Gebiets ein größeres Stück Pergament neh-men können."
„Diese Schrift," erwiederte Margarethe, „besagt bsos,daß Ihr Euch von aller Unterstützung FerraudS von Vaude-wont bei seinem unbesonnenen Unternehmen auf Lothringenlossaget, daß Ihr ihn nicht anerkennt und jeden Streit überdie Sache gegen Karl von Bnrgnnv aufgebet."
Diesmal hatte sich Margarethe in der nachgiebigen Ge-Müthsart ibreS Vaters verrechnet. Nene fuhr wirklich auf,wechselte die Farbe und unterbrach sie mit vor Erregung stocken-der Stimme — „blvs nicht anerkennen — blos im Stichlassen — blos die Sacke meines Enkels aufgebeu, des Soh-nes meiner theure» Iolantha — seine rechtmäßigen Ansprücheauf das Erblheil seiner Mutter! — Margarethe, ich schämemich für dich. Dein Stolz bient deinem bösen Herze» zurAusrede; aber was ist der Stolz werth, der sich zu einer Hand-lung schmählicher Gemeinheit erniedrigt? Verlassen, ja ver-läugnen soll ich mein eigen Fleisch und Blut, weil der Jüng-ling als kühner Ritter zu Felde liegt und entschlossen ist umsein Reckt zu kämpfen. — Ich verdiente, daß Harfe undHorn meine Schande ausposauute», wenn ick dir Gehör gäbe."
Margarethe wurde durch den unerwarteten Widerstanddes alten Mannes einigermaßen ans der Fassung gebracht.Sie versuchte indessen zu beweisen, daß vom Standpunkt derEhre aus betrachtet, keine Veranlassung vorhanden sei, warumsich Rens in das Treiben cmes tollen Abentheurers verwickelnsollte, dessen Recht, ob es nun darum gut oder schlimm stehe,bloS durch unbedeutende und geheime Geldvorscküffe vonFrankreich und durch die Waffe» einiger unruhigen Banditenin der Höhe gehalten werde, welche die Gränzen aller Länder