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18 (1851) Anna von Geierstein
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Fraget Ihr nicht," sagte Margarethe, überrascht vonseinerTheilnakmlosigkeit,wem Ihr Eure Besitzungen abtretet?"

Was nützt es?" antwortete der König,da sie nichtmehr mein eigen,sein sollen? Entweder muß es Karl vonBurgund sein oder mein Neffe Ludwig beides mächtige»nd staatskluge Fürsten. Gott gebe, daß mein armes Volkkeine Ursache hat, den alten Mann zurückzuwünschen, desseneinzige Freude es war, dasselbe glücklich und froh zu machen."

An Burgund überlasset Ihr die Provence," versetzteMargarethe.

Ich würde ihn vorgezogen haben," erwiederte Rens;erist heftig, aber nicht bösartig. Noch ein Wort, sind dieVorrechte und Freiheiten meiner Unterthanen völlig sicher ge-stellt?"

Vollkommen," entgegnete die Königin;und sür Eureeigenen Bedürfnisse jeder Art ist in ehrenhafter Weise gesorgt.Ich wollte die Bestimmungen darüber nicht dem Herzog vonBurgund freistellen, obgleich ich mich vielleicht auf ihn hätte»erlassen können, soweit es das Geld allein betrifft."

«Ich verlange nichts für mich mit seiner Geige undseinem Pinsel wird Rens, der Troubadour, so glücklich sein,als Rens, der König."

Bei diesen Worten fing der praktische Philosoph denSchluß des zuletzt von ihm verfaßten Liedchens zu pfeifen anund Unterzeichnete die Entsagung auf den Rest seiner könig-lichen Besitzungen, ohne den Handschuh abzuziehen oder auchnur die Urkunde zu lesen.

WaS ist das?" sagte er mit einem Blick auf ein ande-res Pergament von viel kürzerem Inhalt.Verlangt meinVetter Karl auch noch Sicilien, Katalonien, Neapel und Je-rusalem zu den ärmlichen Ueberbleibseln der Provence? Ich