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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
Seite
185
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zu deren Tilgung aber keine Gelder aufgebracht oder ange-wiesen w-erden konnten. Der König vertheidigte sich in seinerverzweifelten Lage, wie es viele andere getban haben würden'Auf jede Forderung von sechs-, sieben- oder achttausend Du-katen behauptete er, er habe zehntausend Kronen in seinemKasten und ließ sich nur mit Widerstrebe», nur nach wieder-holten Vorstellungen überfübren, daß diese Summen nichthinreichen, um den Lreißigfache» Betrag zu entrichten.

Nun," rief der König etwas ungeduldig,warum dennnicht die bezahlen, die am meisten darauf dringen und dieandern warten lassen, bis wieder etwas eingekt?"

Das ist ein Verfahren, zu dem man schon zu of seineZuflucht genommen hat, versetzte die Königin,und schon dieRechtschaffenheit erfordert, daß man Gläubiger bezahlt, welcheEuer Gnaden ihr ganzes Vermögen vorgeschoffen haben."

Aber sind wir denn nicht," sagte Rene,König von bei-den Sicilieu, von Neapel, von Aragonien und Jerusalem?Und warum sollte man den Monarchen solcher schönen Reicheaufs Akußerste treiben wie einen bankbrüchigen Freisaßen,und daS wegen ein paar Sacke roll lumpiger Kronen?"

Ihr seid freilich König dieser Reiche," sagte Margarethe;aber es ist nothwendig, Euer Gnaden daran zu erinnern,daß Ihr das grade seid, wie ich Königin von England bin,wo ich nicht eine Hufe Land besitze und keinen Pfennig Ein-künfte zu erheben habe? Ihr habt keine Besitzungen, umein Einkommen daraus zu ziehen, als die, welche Ihr aufdiesem Verzeichniß mit einer genauen Angabe dessen, was sieabwerfen, finden könnt. Es reicht nicht aus, wie Ihr seht,um standesgemäß zu lebe» und den großen Verpflichtungennachznkommen, die Ihr gegen frühere Darleiher eingegangen."