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18 (1851) Anna von Geierstein
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beiderlei Geschlechts Antheil nahm, bildeten die Ergötzungdes Königs und die Abende wurden unter Musik und Tanzhingebracht.

Arthur mußte sich gestehen, daß ihn Alles das vor Kur-zem noch vollkommen glücklich gemacht haben würde; aberdie letzten Monate seines Lebens hatten seinen Verstand undseine Leidenschaften gereist. Er war nunmehr eingeweiht indas eigentliche Treiben des menschlichen Daseins und blickteauf die Erheiterungen desselben mit einer 'Art von Gering-schätzung. So erwarb er sich unter dem lustigen Adel, derden fröhlichen Hof zusammensetzte, Len Titel des jungenWeltweisen; aber man gab ihm denselben vermuthlich nichtum ihm eine Schmeichelei zu machen. Am vierten Tage liefdurch einen besonderen Boten die Nachricht ein, daß dieKönigin Margarethe noch vor Mittag in Air eintreffen würde,um ihren Aufenthalt wieder im Palaste ihres Vaters zu neh-men. Der gute König schien, als der Augenblick hcrankani.Las Zusammentreffen m t seiner Tochter ebenso sehr zu fürch-ten, als er es früher gewünscht hatte, und steckte auch seineganze Umgebung mit seiner rastlosen Uniuhe an; er quälteseinen Haushofmeister und seine Köche, die Speise» zu be-reiten, die sie, wie er bemerkt, gerne gegessen; er drang indie Spiellente, sich auf die Weisen zu besinnen, die ihr Ver-gnügen gewährten. Und als einer von ihnen die kecke Ant-wort gab, er habe nie wahrgenommen, daß die gnädige Fraueinem Musikstück geduldig zugehöit hätte, so drohte ihm derMonarch, ihn für diese Lästerung auf den Geschmack seinerTockter aus seinem Dienste zu entlassen. Das Essen wurdeauf halb zwölf Uhr bestellt, wie wenn er durch die frühereAnordnung desselben die Ankunft der erwarteten Gäste hättebeschleunigen können. Der alle König lief mit einem Teller-Anna v. Geierstein m. 12