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18 (1851) Anna von Geierstein
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ja in diesem Fall," sagte Thiebold,wenn ich bedenke, wasund wo Ihr es liegen lieffet, wundere ich mich nicht überEure Eile, obgleich ich, die heilige Jungfrau steh mir bei!nie ein lebendes Wesen, als etwa eine Ziege mit einem Wolfauf den Fersen, den Weg über Felsen und Hecken mit halbso viel Schnelligkeit zurücklegen sah als Euch."

Sie erreichten Air nach einem Ritt von etwa einer Stunde,und Arthur verlor keine Zeit, den guten König Renö aufzu-suchen. Dieser empfing ihn sehr freundlich, sowohl aus Rück-sicht auf den Brief des Herzogs von Burgund, als in Be-tracht, daß er ein Engländer und der ergebene Unterthan derKönigin Margarethe war. Der versöhnliche Monarch verziehbald seinem jungen Gast den Mangel an Gefälligkeit, mitdem er sich geweigert, seine musikalischen Erzeugnisse anzuhö-ren. Arthur erkannte schnell, daß eine Entschuldigung fürden Mangel an Lebensart, den er in dieser Beziehung gezeigt,ihn wahrscheinlich in die Lage bringen würde, mehr aushal-ten zu müssen, als seine Geduld zu ertragen vermochte. Erkonnte sich dem sehnlichen Wunsche des alten Königs seineeigenen Gedichte vorzulesen und seine eigene Musik aufzufüh-ren, blos dadurch entziehen, daß er von seiner Tochter Mar-garethe za sprechen anfing. Arthur hatte manchmal an demEinfluß zweifeln wollen, dessen sich die Königin über ihrenalten Vater rühmte; nachdem er aber Rens näher kennen ge-lernt, überzeugte er sich, daß der gewaltige Verstand und dieheftigen Leidenschaften der Tochter dem schwachsinnigen undlenksamen König eine Mischung von Stolz, Zuneigung undFurcht eingeflößt hatten, und daß diese sich vereinigten, umjener die ausdedehnteste Herrschaft über ihren Vater zu ver-schaffen.