Druckschrift 
18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
Seite
163
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haben die Befragung von Leu Garagoule und die Geister,welche hier Hausen, für verdammlich erklärt. Da aber dieSünde durch Geschenke an die Kirche, durch Messen undBüßungen gut gemacht werden kann, so wird die Thüre vonden gefälligen Vätern denen manchmal geöffnet, welche ver-wegene Neugier verleitet, trotz aller Gefahren und mit allenmöglichen Mitteln die Zukunft zu erforschen. Arthur, ichhabe den Versuch gemacht und bin eben jetzt aus der düster»Höhle zurückgekehrt. Sechs Stunden habe ich, dem herkömm-lichen Brauche gemäß, am Rande des Schlundes zugebracht,und es ist dies ein so schauerlicher Ort, daß nach den Schreck-nissen desselben selbst dieses Gewitter erquickend ist."

Die Königin hielt inne und Arthur war um so mehrbetroffen über die grauenhafte Erzählung, als sie ihn an seinGefängniß zu La Ferette erinnerte. Aengstlich fragte er, obsie auf ihre Erkundigungen eine Antwort erhalten habe.Nein," entgegnete die unglückliche Fürstin.Die Geistervon Garagoule, wenn es deren gibt, find taub gegen dasFlehen einer bedauernswerthen und elenden Frau, wie ich.Weder Freunde noch Teufel wollen mir Rath oder Beistandgewähren. Die Lage meines Vaters hält mich ab, sogleicheinen festen Entschluß zu fassen. Wären meine eigenen An-sprüche auf dieses pfeifende, elende Volk von Troubadoursallein im Spiel, so könnte ich für das Glück, meinen Fußnoch einmal in das lustige England zu setzen, denselben undder ärmlichen Krone von Provence eben so leicht und bereit-willig entsagen, als ich dem Sturm dieses leere Sinnbilddes königlichen Rangs überlasse, den ich verloren."

Der Wind hatte die schwarze Feder,'und die Rose vondem Reif losgemacht, an dem sie befestigt gewesen waren.Jetzt und bei den letzten Worten riß Margarethe dieselben

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