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18 (1851) Anna von Geierstein
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aus ihrem Haar und schleuderte sie mit wilden Geberden vonden Zinnen. Oer Wirbel der fliegenden Wolken erfaßte siealsbald und entführte die Feder in die Weite, so daß ihr dasAuge nicht zu folgen vermochte. Arthur suchte unwillkührlichden Weg zu erspähen, den sie einschlug, da ergriff ein ent-gegengesetzter Windstoß die rothe Rose und warf sie zurückauf seine Brust, so daß es ihm leicht war, sie zu ergreifenund fest zu halten.

Freude, Freude und gutes Glück, königliche Herrin!"rief er und überreichte ihr die bedeutsame Blume wieder.Der Sturm bringt das Zeichen des Hauses Lancaster seinerEigenthümerin zurück."

Ich nehme die Deutung an," sagte Margarethe;aberdas betrifft dich, edler Jüngling und nicht mich. Die Feder,welche in die Oede und das Verderben weggetragen wurde,ist Margarethens Sinnbild Meine Augen werden nimmerdie Wiedereinsetzung der Linie Lancaster schauen. Aber duwirst leben und sie sehen und sie vollenden helfen, und unsererothe Rose noch tiefer mit dem Blut der Tyrannen undVerräther färben. Meine Gedanken schwanken so seltsamLaß eine Feder oder eine Blume die Wage nach der einenoder andern Seite wenden kann. Aber mir schwindelt nochund mein Herz ist krank. Morgen sollst du eine andereMargarethe sehen und bis dahin lebe wohl!"

Es war Zeit, wegzngehen, denn das Unwetter begannstärkere Regenschauer herabzusenden. Als sie wieder in daSSprachzimmer zurückgekehrt waren, klatschte die Königin indie Hände und zwei weibliche Dienerinnen kamen herbei.

Saget dem Vater Abt," redete sie dieselbe an,es seiunser Wunsch, daß dem jungen Herrn hier so viel Gastfreundschast zu Theil werde, als sich für einen unserer ge-