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18 (1851) Anna von Geierstein
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menschlichen Rathgebern Hilfe zu finden ich habe fie beianderen gesucbt, aber auch fie sind taub bei meinen Bitten.Za, Arthur, Margaretens Mißgeschick hat sie abergläubischgemacht- Wisse, daß unter diesen Felsen und unter den Grund-mauern des Klosters eine Höhle sich hinzieht. Man gelangtin dieselbe durch einen geheimen und verbotenen Gang etwaswestlich von der Bergspitze, der durch den Berg hinläuft undsüdlich eine Oeffnung hat. Von dieser aus läßt sich, wie vondiesem Söller, die Landschaft beschauen, die wir noch kürzlicherblickt, oder der Kampf der Winde und die verwirrten Wol-ken, die wir eben jetzt sehen. In der Mitte des höhlen-artigen Durchgangs ist eine von der Natur gebildete Ver-tiefung, ein Loch von großer aber unbekannter Tiefe. EinenStein, den man hinunter fallen läßt, hört man bald an die,bald an jene Wand schlagen, bis das Geräusch seines Falls,das von Fels zu Fels sich Lonnerähnlich sortsetzt, in ein fer-nes und mattes Klingen sich verliert, schwächer als das derGlocke eines Widders in der Entfernung von einer Viertel-stunde. Das gemeine Volk nennt den furchtbaren Schlundin seinem Kauderwälsch Lou Garagoule; und die Sagen desKlosters verbinden schauerliche und furchtbare Erinnerungenmit einem Ort, der schon an sich Grauen einflößt. Weissa-gungen, von unterirdischen Stimmen ausgesprochen, sollen inden heidnischen Zeiten aus der Tiefe emporgestiegen sein.Dem römischen Feldherrn, wird erzählt, sei in seltsamen undunordentlichen Reimen von da aus der Sieg versprochenworden, welcher dem Berge den Namen gegeben hat.Diese Göttersprüche, wird versichert, könne man noch jetzteinholen, wenn man zuvor wunderliche Gebräuche verrichtethabe, bei denen sich heidnische Ceremonien mit christlichenAndachtsübungen vermischen. Die Aebte von Sainte Viktoire