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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
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jetzt seinen Gegenstand erschöpft hatte, ganz dicht zu seinemHerrn hin und fragte mit unterdrückter Stimme, ob er wüßteoder zu erfahren wünschte, warum Margarethe Air verlassenund das Kloster Samte Viktoire bezogen habe?

Um ein Gelübde zu erfüllen," antwortete Arthur;wiedie ganze Welt weiß,"

Ganz Air weiß das Gegentheil," sagte Thicbold;undich kann Euch die Wahrheit sagen, wenn ich sicher sein darf,daß es Euer Ehren nicht beleidigt."

Die Wahrheit kann keinen vernünftigen Menschen be-leidigen, wenn sie in Worten ausgesprochen wird, wie sie sichziemen, wenn man von der Königin Margarethe in Gegen-wart eines Engländers redet."

Arthur antwortete in dieser Weise, weil er begierig war,alle möglichen Nachrichten eiuzuziehen und zugleich den Mukh-willen seines Dieners im Zaum zu halten wünschte.

Ich habe nichts," versetzte Tbiebold,zu sagen, wasdie gnädige Königin herabsetzen könnte. Ihr einziges Unglückist, daß sie, wie ihr königlicher Vater, mehr Titel hat alsStädte. Uebrigens weiß ich wohl, daß Ihr Engländer Euchfrei genug über Eure Fürsten auslasset, aber Andern nicht«erstattet, die Achtung gegen sie aus den Augen zu setzen."

Sprich also!" erwiederte Arthur.

Euer Ehren muß wissen," sagte Thiebold;daß dergute König Renö über die tiefe Traurigkeit, welche die Kö-nigin Margarethe niederdrückte, in keine geringe Unruhe ge-rieth. Er arbeitete also mit aller seiner Macht daran, sie ineine fröhlichere Laune zu bringen. Er hielt öffentliche undPrivat-Unterhaltungen; er versammelte Minstrels und Trou-badours und ihre Musik und ihre Verse hätten einem Men-schen auf seinem Sterbebette ein Lächeln entlockt. Das ganze